Abgebrochene Gewindebohrer sicher entfernen

Lösung für gehärtete Werkstoffe bis 70 HRC – reduziert Stillstand und Ausschuss

 

Wenn Gewinden der letzte Arbeitsschritt ist, wird ein Werkzeugbruch schnell teuer. Stillstand, Nacharbeit oder im schlimmsten Fall Ausschuss sind die direkten Folgen.

Gemeinsam mit unserem Partner OSG stellen wir eine Lösung vor, mit der sich abgebrochene Gewindebohrer gezielt entfernen lassen. Im Fokus stehen dabei Zeitersparnis und der Erhalt bereits bearbeiteter Bauteile.

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Wenn der letzte Bearbeitungsschritt zum Risiko wird

 

Gewindebearbeitung erfolgt häufig am Ende der Fertigungskette. Bricht der Gewindebohrer in diesem Stadium, sind meist bereits mehrere Bearbeitungsschritte erfolgt.

Das führt in der Praxis zu:

  • Produktionsstillstand

  • zusätzlichem Aufwand für Nacharbeit

  • im Zweifel zum Verlust des gesamten Bauteils

Besonders kritisch: In gehärteten Werkstoffen ist eine Entfernung oft nur eingeschränkt möglich oder mit hohem Risiko verbunden.

 


Gezielte Lösung für ein bekanntes Problem

Mit dem EX-H-DRL steht ein speziell entwickelter VHM-Bohrer zur Verfügung, der für das Entfernen abgebrochener Gewindebohrer ausgelegt ist.

Der Ansatz ist klar:
Nicht umgehen oder improvisieren, sondern kontrolliert ausbohren und die Bearbeitung fortsetzen.

Das ermöglicht:

  • das Freilegen des Kernlochs

  • die Entfernung der Werkzeugreste

  • die anschließende Wiederaufnahme des Gewindeschneidens

 


Der EX-H-DRL ist auf anspruchsvolle Anwendungen in der Zerspanung ausgelegt:

  • Einsatz in gehärteten Werkstoffen bis 70 HRC

  • präzises, zentriertes Anbohren des Werkzeugbruchs

  • kontrollierter Materialabtrag mit definierten Schnittwerten

  • verfügbar für Gewindegrößen von M3 bis M24

Wichtig für die Anwendung:

  • stabile Werkzeugspannung

  • gleichmäßiger Vorschub

  • gezielter Einsatz von Kühlmittel

Damit wird aus einer ungeplanten Störung ein beherrschbarer Prozessschritt.


 

Anwendung in der Praxis

 

Der Einsatz erfolgt in wenigen klar definierten Schritten:

1. Positionierung

Bohrer exakt über dem beschädigten Gewindebohrer positionieren und Werkstück sicher spannen. Ragt der Gewindebohrer heraus, sollte die Oberfläche vorab geglättet werden.

2. Zentriertes Anbohren

Zentriert anbohren, kurz zurückziehen. In dieser Phase kein Kühlmittel einsetzen.

3. Kontrolliertes Ausbohren

Mit konstantem Vorschub arbeiten und den Prozess regelmäßig unterbrechen, um Späne zu entfernen. Zudem mit geeignetem Kühlmittel arbeiten.

4. Entfernen der Rückstände

Nach dem Ausbohren lassen sich die Reste des Gewindebohrers entfernen. Das Kernloch ist wieder nutzbar und die Bearbeitung kann fortgesetzt werden.


 

  • Schnittgeschwindigkeit von 20 - 25 m/min verwenden.
  • Vorschub von 0,01 mm - 0,05 mm/U. ist die Norm.
  • Starre Werkzeugspannung verwenden.
  • Ausreichend Kühlmittel von hoher Qualität einsetzen.
  • Dieses Werkzeug ist nicht geeignet für weiche Stähle, Aluminiumlegierungen oder andere weiche Werkstoffe.
  • Bei Bedarf nachschleifen.
  • Bei Durchgangslöchern in gehärtetem Stahl etc., Unterlage unterhalb des Werkstücks anbringen, um Werkzeugbruch durch plötzliche Drehmomentveränderung zu vermeiden.

Der größte Vorteil liegt nicht im Werkzeug selbst, sondern in der Wirkung auf den Prozess:

  • Reduzierung von Stillstandzeiten

  • Vermeidung von Ausschuss

  • geringerer Aufwand für manuelle Nacharbeit

Gerade bei komplexen oder kostenintensiven Bauteilen ist das ein entscheidender Faktor.

 


Die Lösung ist besonders geeignet für:

  • CNC-Fertigung mit gehärteten Werkstoffen

  • Werkzeug- und Formenbau

  • Serienfertigung mit hohen Anforderungen an Prozesssicherheit

  • Instandhaltung und Reparaturbearbeitung

Immer dort, wo ein Werkzeugbruch nicht zum Bauteilverlust führen darf.

 

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