Drucker-Diät: 60 Prozent weniger Papier im Büroalltag
Im Januar 2026 liefen bei HENKA noch rund 4.700 Seiten im Monat durch die Drucker. Im Juni waren es 1.735. Ein Zwischenbericht über eine Papiersparaktion, aus der ein Baum geworden ist.
Nachhaltigkeit fängt nicht bei den großen Investitionen an, sondern oft bei den Dingen, die man jahrelang einfach nicht hinterfragt hat. Zum Beispiel beim Drucker.
Erst messen, dann reden
2026 haben wir angefangen, unseren Druckverbrauch systematisch zu erfassen. Das Ergebnis für Januar: rund 4.700 Seiten in einem Monat. Ausdrucke, die abgeheftet, weitergereicht und häufig kurz darauf entsorgt wurden.
Daraus entstand eine einfache Leitfrage für den Arbeitsalltag: Nur weil wir es können, müssen wir es noch nicht drucken.
Was wir konkret geändert haben
Am Anfang stand keine große Investition, sondern eine interne Übersicht mit einfachen Regeln für den Alltag. Überschrift: „Think before you print". Wichtige Informationen brauchen kein Papier.
- Vor jedem Druckauftrag kurz prüfen, ob der Ausdruck wirklich gebraucht wird
- Nur die Seiten drucken, die tatsächlich benötigt werden, statt des gesamten Dokuments
- Beidseitiger Druck (Duplex)
- Mehrere Seiten auf ein Blatt legen, wo es lesbar bleibt
- Screenshots über Teams oder per Mail teilen statt ausdrucken
- Formulare digital ausfüllen und unterschreiben
- In Besprechungen mit Laptop oder Tablet arbeiten, Präsentation statt Flipchart
- Schwarzweiß statt Farbe, wo immer es geht
Damit es nicht bei guten Vorsätzen bleibt, gibt es zu den technischen Punkten eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung. Wer beidseitig drucken oder mehrere Seiten auf ein Blatt legen will, muss nicht suchen, sondern schlägt nach. Der Effekt entsteht daraus, dass alle mitziehen und die Frage nach dem Ausdruck zur Gewohnheit wird.
Nicht jede Maßnahme spart übrigens Papier. Briefe drucken wir auf vorgedruckte Briefbögen, statt den Briefkopf bei jedem Schreiben farbig mitzudrucken. Das Blatt bleibt dasselbe, der Farbdruck entfällt.
Der Zwischenstand
Im Juni 2026 lag der Verbrauch bei 1.735 Seiten im Monat, rund 60 Prozent weniger als zum Jahresbeginn.
Weniger Ausdrucke bedeuten weniger Papier, weniger Toner und weniger Transporte. Für ein Handelsunternehmen unserer Größe ist das kein Beitrag, der die Welt rettet. Aber es ist einer, der ohne Aufwand dauerhaft wirkt.